HALOROID Live@Juz Bamberg

HALOROID Live@Juz Bamberg

Im Wohnzimmer des Jugendzentrums Bamberg haben HALOROID gemeinsam mit Alveole und den Prayvets gegen die Abendhitze angekämpft. Wem vor dem Konzert noch nicht der Schweiß von der Stirn tropfte, bei dem war es zumindest danach so weit. Die Bands haben auf jeden Fall ordentlich eingeheizt.

Alveole

Mit groovigen Rock-Riffs eröffnen Alveole den Abend im Jugendzentrum Bamberg. Stilistisch orientieren sich die Songs der Band an Musikgrößen wie Rage Against The Machine oder auch Nightwish. Die Bühnenoutfits und das Design der CDs und Sticker scheint einem eher abgespacten Konzept zu folgen. Knallige Farben, bunte Lichter und Sci-Fi-Elemente dominieren das visuelle Konzept der Gruppe. Die Idee ist ganz gut, leider weicht die Musik noch stark von der visuellen Präsentation ab.

Unglücklicherweise fordert das Bühnenequiptment seine Opfer und sorgt für eine deutlich schlechtere Leistung, als ich der Band persönlich zutraue. Immer wieder drängt sich ein lautes Brummen in den Vordergrund, was auf ein Übersteuern der Anlage hinweist. Der Monitorsound ist für die Band suboptimal, um das Übersteuern minimal zu halten. Schiefe Töne und schlechte Leistung sind aber nicht immer auf die Technik zu schieben. Die Sängerin wechselt zwischen einer gekonnten Rock-Röhre und einer mehr oder minder passablen Opernstimme, wie sie beispielsweise von Tarja Turunen eingesetzt wird. Genau diese Gesangstechnik wirkt bei Alveole aber leider mehr gezwungen, als optimal eingeübt.

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HALOROID

Die langjährige Erfahrung der Mitglieder von HALOROID macht sich immer wieder bemerkbar und die Jungs liefern gewohnt Bestleistungen auf der Bühne ab. Leider wird auch die Performance von HALOROID durch ständiges Brummen und Übersteuern negativ beeinflusst. Die Songs der Band sowohl lyrisch, als auch musikalisch immer wieder interessant anzuhören. Nur der Titel „The Lesser Evil“ fällt deutlich spürbar aus dem Rahmen dessen, was die Band sonst produziert. Der Refrain geht schnell ins Ohr, aber die Strophen wirken, als würden sie entweder als Rap oder mit komplexen Gesangspassagen funktionieren. Der Frontmann von HALOROID bewegt sich irgendwo dazwischen, was irgendwie gezwungen und unsicher wirkt.

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Prayvets

Als einzige Bamberger Band besetzen die Prayvets berechtigterweise den Headliner-Spot des Abends. Mit punkig rockigen Songs im Stile von Rise Against und, wundersammerweise, keinen technischen Problemen, heizen die Jungs nochmal ordentlich ein. Mit gekonntem Gesang und talentierten Instrumentalisten sorgt die Band für eine tolle Show. Man sieht als Zuschauer sofort, wie viel Spaß die Prayvets auf der Bühne haben.

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